Geohorse ist ein Granulat, das Wasser speichert und so für einen stabileren und elastischeren Reitboden sorgt.
Geohorse ist ein neuartiges Hybridmaterial. Es besteht aus anorganischen, feingemahlenen Gesteinsmehlen (Lavagold aus kontrolliertem Abbau aus der Eifel in Deutschland) und vernetzter Polyacrylsäure. Die feinen Gesteinspartikel sind in ein dreidimensionales Polymernetz eingelagert. Vernetzte Polyacrylsäure ist vollkommen ungiftig und umweltverträglich. Sie wird in Babywindeln, Kontaktlinsen, Hautcremes, Pflastern, Lebensmittelverpackungen, Waschmitteln und Zahnfüllungen eingesetzt.
Das Einzigartige an Geohorse ist, dass die beiden Hauptbestandteile nicht nur physikalisch gemischt, sondern chemisch fest miteinander verbunden werden. Polyacrylsäure ist für das Wasserhaltevermögen von Geohorse zuständig, während Gesteinsmehle die Pflanzen mit Mineralien und Nährstoffen versorgen und für Strukturstabilität und Bodendurchlüftung verantwortlich sind.
Ursprungsstoff für Polyacrylsäure ist Acrylsäure. Diese wird aus Propengas und/oder nachwachsenden Rohstoffen gewonnen (Stärke, Glycerin).
Als Gesteinsmehle werden solche eingesetzt, die auch schon Anwendung in der Landwirtschaft finden.
Anmerkung: Geohorse enthält kein Acrylamid oder sonstige Schadstoffe über den zulässigen Grenzwerten.
Im Durchschnitt kann jedes dritte Bewässern entfallen. Verschiedene Tests auf Reitplätzen im Freien haben ergeben, dass bei Verwendung von Geohorse bis zu 30% des Bewässerungswassers eingespart werden kann.
Je nach Bodenqualität (z.B. Alter des Reitbodens) werden 200 - 300 g Geohorse pro m2 benötigt. Für eine Reithalle/Reitplatz mit den Maßen 20 m x 40 m ergibt sich eine empfohlene Mindestmenge von 160 kg Geohorse.
Wird Geohorse gemäß den Anwendungsempfehlungen des Herstellers eingesetzt, verbessert sich durch das Ausdehnen des Granulats bei Wasseraufnahme die Trittsicherheit des Geläufs. Es gibt keine nachteiligen Auswirkungen auf die Trittsicherheit.
Je nach Nutzungshäufigkeit und Bodenqualität behält Geohorse die Fähigkeit zur wiederholten Wasseraufnahme und -abgabe über einen Zeitraum von etwa 3 Jahren. Danach ist es soweit abgebaut und zersetzt, dass es seine Funktion verloren hat und erneut dem Boden zugefügt werden kann.
Wasser wird in das dreidimensionale Netz aus Polyacrylsäure und Gesteinsmehlen eingelagert.
Hauptverantwortlich für die Wasserspeicherung ist die vernetzte, teilneutralisierte Polyacrylsäure. Das Polymernetzwerk nimmt Wasser unter Volumenausdehnung auf. Im Gegensatz zu einem Schwamm ist das Wasser hier gebunden und kann nicht durch Druck entfernt werden. Der Prozess der Wasseraufnahme und Wasserabgabe lässt sich quasi beliebig oft wiederholen.
Das Einzigartige an Geohorse ist, dass die Bestandteile nicht nur physikalisch gemischt, sondern chemisch fest miteinander verbunden sind. Bei der Anwendung kann keine Entmischung auftreten.
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Siehe Gebrauchsanweisung
Geohorse ist ungiftig, und es können auch keine gefährlichen Reaktionen auftreten. Verzehren sollte man Geohorse nicht, da es nicht schmeckt und es evtl. im Magen/Darm aufquellen und wie ein Abführmittel wirken kann.
Untersuchungen des Bundesumweltamtes bestätigen, dass Geohorse für Bodenlebewesen, Tiere oder Pflanzen nicht giftig ist: "Aufgrund der nahen Verwandtschaft mit vielen natürlichen Bodenbestandteilen, insbesondere mit Huminstoffen aus pflanzlicher Zersetzung, gelten synthetische Polycarboxylate (auch Superabsorber) als toxikologisch und ökotoxikologisch weitgehend unbedenklich. In den Böden tragen sie weder zur Mobilisierung von Schwermetallen bei, noch schädigen sie Mikroorganismen, Würmer oder Pflanzensamen".
(Quelle: Forschungsbericht des Umweltbundesamtes 296 72 036, UBA-FB 98-053)
Polycarboxylate/Superabsorber werden im Boden durch physiko-chemische Sorptionsprozesse quasi dauerhaft immobilisiert und zwar vorzugsweise durch positive Bindungsstellen der Tonmineralien. Klärschlämme die solche Polycarboxylate in hoher Konzentration enthalten, dürfen ohne Bedenken zur Düngung eingesetzt werden. Die Polycarboxylate, also auch Geohorse, bleiben in den oberen Bodenschichten (dort wo Geohorse eingebracht wird) fixiert und wandern nicht in tiefere Schichten. Dies ist auch so bei ständiger Bewässerung von oben. (Quelle siehe oben)
Keines der für die Herstellung von Geohorse eingesetzten Ausgangsmaterialien besitzt ein höheres Gefährdungspotential, als die aus dem Alltag bekannten Stoffe Essigsäure, Ethanol und Toilettenreiniger.
Es muss hier ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass im fertigen Produkt keines der eingesetzten Ausgangsmaterialien enthalten ist. Diese sind zu völlig unbedenklichen Produkten abreagiert.
Vernetzte Acrylsäurepolymere sind seit über 30 Jahren bekannt. In unzähligen Untersuchungen wurde die Ungiftigkeit und Unbedenklichkeit belegt. Polymere (= Superabsorber), wie sie in Geohorse eingesetzt werden, können sogar bei der Wundversorgung (Pflaster) und innerhalb des Körpers (Zahnzement, Hüftprothesen) eingesetzt werden.
Unter dem Link Gutachten… finden Sie Studien und Zertifikate zur Ökotoxikologie, Zusammensetzung und Wirksamkeit.
Geohorse wird sicher und umweltverträglich hergestellt.
Die Geohorse Produktionsanlage ist eine nach Bundes-Immissionsschutz-Gesetz genehmigte Anlage. Die Genehmigung erfolgte durch das Regierungspräsidium Darmstadt. Die Herstellung von Geohorse wird durch die BG Chemie überwacht. Alle Anforderungen der BG Chemie werden von Geohorse eingehalten.
Die Abteilung Sicherheit, Umweltschutz und Genehmigungen ist von Geohorse mit der Wahrnehmung der diesbezüglichen Aufgaben beauftragt.
Die Steuerung der Anlage mittels modernster Prozessleittechnik gewährleistet den absolut sicheren Betrieb und auch eine absolut konstante Qualität.
Rohstoffe
Alle Einsatzstoffe werden mit Analysezertifikaten von etablierten namenhaften Herstellern bezogen. Stichprobenartig werden Analysen im zertifizierten analytischen Labor bei der AllessaChemie durchgeführt.
Synthese
Die Anlage wird komplett über ein hochmodernes Prozessleitsystem gesteuert. Abweichungen im Prozess werden sofort erkannt, und Chargen mit diesen Abweichungen werden ausgeschleust. Dadurch wird absolut sichergestellt, dass nur jenes Material in die weitere Aufarbeitung kommt das absolut der Synthesevorschrift entspricht. Ebenso wird auch die Zerkleinerung gesteuert.
Fertigprodukt
Von jeder Charge werden Quellfähigkeit und Wassergehalt bestimmt und so sichergestellt, dass nur typgerechtes Material in den Versand kommt. Den Restacrylsäuregehalt wird mittels statischer Kontrolle überwacht. Die Analysen werden im analytischen Labor der AllessaChemie durchgeführt nach den zertifizierten Vorschriften der Superabsorberhersteller. Bei der Allessa wurden bis 2006 noch Superabsorber hergestellt so dass hier ausreichendes Know-how vorliegt. Die Korngrößenverteilung wird nach den Methoden der statistischen Qualitätskontrolle überwacht.
Bezüglich Lagertemperatur gibt es keine Beschränkung im vernünftigen Bereich. Weder Frost, hohe Temperaturen noch Sonneneinstrahlung (mit und ohne Verpackung) haben negativen Auswirkungen auf das Produkt. Die Eigenschaften ändern sich nicht.
Geohorse ist nicht entzündlich, nicht brennbar und nicht umweltgefährlich. Die verwendeten Verpackungen sind unbedenklich und verhindern, dass Geohorse beim Lagern trocknet.
Das Produkt trocknet bei Lagerung im unverpackten Zustand. Getrocknetes Material nimmt Wasser langsamer auf. Die Speichereigenschaften werden bei der Trocknung jedoch nicht beeinflusst.
Der Umgang mit Geohorse erfordert keine besonderen Maßnahmen. Schutzkleidung wie Handschuhe, Brille, besondere Kleidung oder Atemschutz ist nicht erforderlich.
Die Farbe von Geohorse wird durch die verwendeten Gesteinsmehle, nicht durch Farbstoffe bestimmt. Ziel ist es ein Produkt zu erhalten, dass Reitboden farblich ähnelt. Die eingesetzten Gesteinsmehle werden daher unter anderem nach Farbe ausgewählt.